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Schattenkriege des Imperiums -
Der Krieg gegen den Iran

Donnerstag, 15. November 2018

Antwort auf einen Leserbrief

Wahlbeteiligung

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In einem anonymen Leserbrief an die „Initiative zur Demokratisierung der Meinungsbildung gGmbH“,
den ich auf Umwegen erhalten hatte, wurde bemängelt, dass ich, Jochen Mitschka, die hohe Wahlbeteiligung von 70% im Iran als Zeichen der aktiven politischen Beteiligung gedeutet hätte. Tatsächlich wäre die hohe Wahlbeteiligung erzwungen. Ohne einen Stempel, der die Wahlbeteiligung bestätigte, wären die Wähler Sanktionen oder Repressionen ausgesetzt.

Antwort:

In vielen Ländern, zum Beispiel in Afghanistan oder im Irak, werden ähnliche Methoden angewandt, zum Beispiel in Tinte eingetauchte Finger, um noch deutlicher die Menschen zu kennzeichnen, die bereits gewählt haben, mit dem Ziel, Mehrfachwählen auszuschließen. Da die Wahl aber in jedem Fall geheim ist, kann der Wähler den Wahlzettel ungültig machen, und damit gegen den Wahlzwang protestieren. In Thailand wurde mit Aufkommen der Mobiltelefone mit Fotofunktion ein Foto des ausgefüllten Wahlzettels verlangt, bevor der übliche Wählerkauf zu einer Auszahlung führte. Aber auch das wurde unterlaufen, indem der Wahlzettel nach dem Fotografieren ungültig gemacht wurde. Ein solches Vorgehen (Fotos der Wahlzettel gegen Geld) wurde vom Iran noch nicht berichtet.
Um der Sache noch einmal nachzugehen, habe ich einen Wahlbeobachter vor Ort befragt. Er berichtete: